Rassebeschreibung

DunaHier wollen wir weniger den allgemein geltenden Rassestandard beschreiben, sondern vielmehr über den Charakter und das Wesen dieser wunderbaren italienischen Vorstehunde erzählen, so wie wir sie kennen und lieben gelernt haben.

Wir haben erfahren, dass es wohl zwei Typen von Spinoni (SI) gibt. Die Einen, introvertiert und sehr eigenständig: Dieser Typ entscheidet selber ob, mit wem und in welcher Form er Kontakt haben möchte, das bezieht sich sowohl auf die Mensch-Hund –wie auch auf die Hund-Hund-Beziehung. So manch Einer mag diese Eigenschaften mit Dickköpfigkeit verwechseln, wir sehen das anders! Dieser Typ SI ist eine Herausforderung an den Menschen – ja – aber mit einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld und Konsequenz schafft man es ihn auf seine „Seite zu ziehen“. Ist einem das gelungen, wird man wohl keinen treueren Jagd –und Wegbegleiter finden.

Die Anderen, allem gegenüber sehr offen und familiär:Dieser Typ liebt es immer mitten im Geschehen zu sein, für ein nettes Wort und/oder einen leckeren „Happen“ schließt er sich bereitwillig seinem Menschen an und lernt mit großer Begeisterung.

Auch optisch haben wir bei den SI eine große Vielfalt.In den Farbschlägen weiß, weiß/orange bis braunschimmel finden wir die unterschiedlichsten Variationen. Nun mag man eventuell Rückschlüsse von der Fellfärbung auf den Charakter ziehen. Bei unseren SI zeigten sich in der Tat die Weißen als die introvertierten Typen und die Braunen als die extrovertierten, aber dass ist eine reine Mutmaßung unsererseits.Die Fellstruktur kann auch sehr unterschiedlich sein von kurzhaarig und bisweilen auch mit relativ weicher Fellstruktur, diese Haarart ist meist auch mit einer guten Unterwolle ausgestattet, welche wir bei dem richtigen Drahthaar eher selten finden. Die ideale Felllänge von 4-6 cm beinhaltet natürlich auch ein gewisses Maß an Fellpflege, Insbesondere sind hier auf Augen, Ohren, Bart und Pfoten zu achten und mindestens 1 Mal im Jahr sollten diese SI getrimmt werden. Dafür verliert der rauhaarige Typ aber auch kaum Fell.

Ebenso erlaubt der SI auch in seiner Größe einen enormen Spielraum, von 58 cm (Hündin) – 70 cm (Rüden) Schulterhöhe.

Aber natürlich finden wir auch ganz prägnante Eigenschaften die alle SI in sich vereinen, welche eben auch die Rasse ausmachen: Als erstes zu nennen wäre da wohl ihre extrem hohe Sozialkompetenz. In über 15 Jahren Tierschutzarbeit rund um die Jagdhunde und ebenso langer Erfahrung mit eigenen Jagdhunden aus den verschiedensten Rassen, haben wir keine zweite Rasse kennengelernt, die so umgänglich ist!

Seine stoische Art und innere Ruhe sind einfach einzigartig. Dies spiegelt sich in seiner großen Ausdauer wieder, egal was auch immer er tut, er tut es ganz oder gar nicht, mit vollem Einsatz. Der SI lebt und arbeitet für seinen Menschen und nicht für sich selbst. Deshalb sei hier im Besonderen darauf hingewiesen, dass der SI von seinem Menschen gefordert werden will! Anderen Falls würde er sich in sich zurückziehen und zu einem einsamen lethargischen „Häufchen Unglück“ werden – eine schreckliche Vorstellung!
Und dann wäre da noch sein gesamt Erscheinungsbild zu nennen: Man spricht nicht von ungefähr über die typische Spinonegangart, wenn er sich in seinem raumgreifenden Trab über die Wiesen bewegt, möge man meinen er schwebe über dem Boden. Ebenso faszinierend ist seine Ausdrucksstärke. Wir nennen ihn auch gerne „Möter“ – halb Mensch, halb Köter, wobei wir hier den Ausdruck „Köter“ natürlich nicht als negative besetzt sehen wollen! Der SI hat, durch seine einmalige Mimik, die Fähigkeit uns zum lachen zu bringen, uns unmissverständlich seine Emotionen mitzuteilen und uns im nu dahin schmelzen zu lassen, wenn er seinen berühmten Augenaufschlag präsentiert. Dazu ist er ein ausgesprochen guter Wachhund, mit seiner dunklen Stimme beeindruckt er jeden Fremdling.

Wer mehr über den Rassestandard erfahren möchte, findet in unserer Linkliste entsprechende Websites.