So fing alles an

AnthesIm April 2003 kam plötzlich und unerwartet Anthes zu mir in die Pflege und sollte von hier aus vermittelt werden. Es dauerte genau 2 Sekunden und dann stand bereits fest, dass Anthes nicht wieder gehen würde. Er war also mein erster Spinone, fast 10 Jahre alt und kam aus einem italienischen Tierheim.

Gut vier Jahre später zog dann Artemis, im zarten Alter von 14 Wochen bei uns ein. Es spukte schon lange in meinem Kopf herum: „Einen kleinen weißen Welpi dazu – das wäre schön.“ Denn ich erlebte Anthes als großherzigen, sanftmütigen und gleichzeitig, trotz seines fortgeschrittenen Alters, als einen starken, kräftigen und wachsamen Rüden. Mir gefielen diese Eigenschaften so sehr, dass ich wissen wollte, wie es sei einen Hund aus dieser Rasse selber aufzuziehen. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Mit 15 Jahren verließen Anthes dann seine Kräfte und ich musste mich unendlich schweren Herzens von ihm trennen. Doch der liebe Gott meinte es gut mit mir und schickte mir die Duna. Im Sommer 2009 fuhr ich mit meinem kleinen Combo nach Italien, in die Toskana und holte die bereits 13 jährige Duna dort ab. Es folgten die zwei schönsten Jahre meines Lebens, so liebevoll und weise war diese alte Hundedame, lies all ihre Vergangenheit einfach hinter sich und blühte hier noch einmal auf, bis sie dann 2011 ganz sanft und zufrieden in meinen Armen einschlief. Eine schwere Zeit.

Im September 2012 erfuhr ich dann wieder von einer älteren Spinoncina in einem italienischen Tierheim – na, war doch klar, dass Donatella den Weg zu uns finden würde! Es ist fast herzzerreißend, aber auch sie ist wieder einer dieser Hundeengel wie zuvor Anthes und Duna. Da wir nun inzwischen vollends vom Spinone-Virus infiziert waren, zog im Juni 2013 gleich noch Welpi Arve bei uns ein.